Download e-book for kindle: Identifikation und Repräsentation by Alfred Schäfer, Michael Wimmer

By Alfred Schäfer, Michael Wimmer

ISBN-10: 3663103234

ISBN-13: 9783663103233

ISBN-10: 381002290X

ISBN-13: 9783810022905

Das Buch befaßt sich mit dem challenge von Identifikation und Repräsentation in den Sozial-, Kultur- und Erziehungswissenschaften.
Eine Behandlung von Identifikation und Repräsentationen verweist zum einen auf erkenntnistheoretische Fragestellungen: Wie können Gegenstände und Sachverhalte als solche identifiziert werden, und wie ist es möglich, sie im Rahmen theoretischer und begrifflicher Analysen "adäquat" zu repräsentieren?
Solche Fragestellungen stehen im Zentrum der Selbstvergewisserung der Sozial- und Kulturwissenschaften, in denen guy versucht, der Nichtidentität und letztlichen Unfaßbarkeit des Gegenstandes Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Angesprochen sind aber zum anderen auch Probleme der Subjektkonstitution.
Die Identifikation mit als wertvoll verstandenen Personen und Instanzen sowie die anschließende Repräsentation dieses Anderen im Eigenen gelten häufig als ein unproblematischer Prozeß. Dabei aber werden jene Fragen der Nichtidentität und der Problematik eines Repräsentationsmodells, das problemlos "Originale" unterstellen zu können glaubt, ignoriert. Erst deren Berücksichtigung aber macht Identifikation und Repräsentation im Rahmen der Subjektbildung theoretisch interessant.

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Adorno 1970, 15). h. in seiner Präsenz erscheinen könnend. Für Adorno war sein privilegierter Ort bekanntlich das Kunstwerk, das der Ästhetischen Theorie als seiner Explikation bedürfe, welche es aber nicht erreichen könne. So hält er gegen eine Identifikation von Begriff und Ding an der Differenz beider fest, wobei die Sprache als Ausdrucksgeschehen für die Erfahrung des Nicht-Identischen konstitutiv, Sprache in ihrer Bezeichnungsfunktion aber für seine Verdinglichung verantwortlich sei. Wenn das Nicht-Identische mittels Sprache bezeichnet und so vom Begriff repräsentiert wird, wird es zu einem Identischen, so daß Repräsentation des Anderen und Identifikation des Sei ben hier nicht einen Gegensatz bezeichnen, sondern in Form einer Wiederholung dasselbe.

Indem sie Zeichen- und Sprachfunktionen bezeichnen, wird mit ihnen jeweils ein - wenigstens - zweipoliges Verhältnis angesprochen, dessen Spaltung entweder zu einer Vereinigung und Einheit in einer Identität drängt, oder als Differenz evoziert und weitergetragen wird, insofern das in den Repräsentationen abwesend Bleibende als Moment stets mit aufgerufen ist. Die folgenden Ausführungen sollen diesen Zusammenhang verdeutlichen. Zu zeigen wäre, wie in den verschiedenen Positionen jeweils die Grenze zwischen Sprache und Realität durch das Verhältnis von Identifikation und Repräsentation konfiguriert wird, wobei diese Grenze eine Serie von Verdoppelungen durchläuft.

8 So wird der Sinn jeder Repräsentation in gewisser Weise unentscheidbar und ihr Status als Repräsentation wandelt sich von Grund auf. Sie verdoppelt nicht mimetisch eine ihr vorhergehende Präsenz einer Bedeutung oder eines Dings, sondern signifiziert deren ursprüngliches Fehlen, das sie supplementiert, so daß - verkürzt gesagt - alles mit der Repräsentation anfangt, die die Präsenzvorstellung als ihren Effekt evoziert. Sie ergänzt einen ursprünglichen Mangel, den sie gerade dadurch verstellt, daß sie als eine Interpretation das fehlende Zentrum zwecks Identifikation ersetzt und dadurch das, was sie zu finden vorgibt, im eigentlichen Sinne erst erfindet.

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Identifikation und Repräsentation by Alfred Schäfer, Michael Wimmer


by Thomas
4.4

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