New PDF release: Gruppenorientierte Fertigungsstrukturen im Maschinenbau

By Rainer G. Saurwein

ISBN-10: 3663102416

ISBN-13: 9783663102410

ISBN-10: 3810015652

ISBN-13: 9783810015655

1. 1 Das challenge Infolge der Diskussion um die Mitbestimmung am Arbeitsplatz seit Ende der 60er Jahre (vgl. Vilmar 1971) wurde im Jahre 1974 das Programm "Humani sierung des Arbeitslebens" verabschiedet. In dessen Rahmen konnten auch Unternehmen des Maschinenbaus Fordermittel filr Pilotprojekte mit human zentrierten Produktionsmethoden beantragen. Fur die Unternehmer battle der Grund filr Experimente mit alternativen Formen der Fertigungs- (Gruppen fertigung) und Arbeitsorganisation (Gruppenarbeit) vor allem die im Zusam menhang mit dem Ende der Massenproduktion (vgl. Piore ISabel 1989) stei genden Kundenanforderungen (Variantenvielfalt, kleine Losgrossen), die mit den traditionellen tayloristischen Produktionsmethoden oft nicht mehr effiZi ent bewaltigt werden konnten (vgl. Abimann 1980). Reorganisationen derbe trieblichen Aufbau- und Ablauforganisation beschrankten sich in der Regel jedoch auf fertigungsorganisatorische Umstrukturierungen, mit denen auf die sich standig andernden Kundenanforderungen bereits flexibler reagiert wer den konnte, so dass das administration keinen Anlass zur weitergehenden An passung der Arbeitsorganisation in Richtung Gruppenarbeit gegeben sah (vgl. Behr/Hirsch-Kreinsen 1988). Zur Beschleunigung von flexiblen und hu manorientierten Fertigungsstrukturen wird daher seit Ende der 70er Jahre ins besondere durch den Ausschuss filr wirtschaftliche Fertigung (A WF) das Kon zept der Gruppenfertigung in shape von Fertigungsinseln weiterentwickelt, das auf Abkehr von der verrichtungsorientierten Werkstattfertigung zugunsten einer objektorientierten Grupl)enfertigung zielt (vgl. AWF 1984) und sowohl den unternehmerischen Anspruch nach einer flexiblen Fertigung als auch den arbeitnehmerorientierten Anspruch nach humanen Arbeitsplatzen im Rahmen von Gruppenarbeit ausdrucklich ins Kalkul aufnimmt (vgl. Moll19

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Mählck/Panskus ( 1993: 7) betonen, daß auch heute noch ein Großteil der gegenwärtig bei uns vorherrschenden Organisations- und Produktionsstrukturen aufgrund ihrer mangelnden Flexibilität als "nicht käufergerecht" eingestuft werden muß. 1). Etwa die Hälfte der Maschinenbaubetriebe rechnete mit einer steigenden Zahl der von Kunden geforderten Varianten. Steigender Flexibilitätsdruck wurde auch hinsichtlich der durchschnittlichen Losgröße wahrgenommen: Gingen 1991 noch 28,7% der Betriebe davon aus, sie werde sinken, so waren dies 1993 schon 42,3%.

A. 1993: 404 ). Insofern kann die fertigungstechnische Flexibilität auch als Betriebsmittelflexibilität hinsichtlich der möglichen Zahl von Bearbeitungsfunktionen (Verrichtungsflexibilität) und hinsichtlich der möglichen zu bearbeitenden Zahl verschiedener Werkstücke (Objektflexibilität) bezeichnet werden (vgl. Bötzow 1987: 26). Unter personeller Flexibilität soll die Fähigkeit und Bereitschaft der Mitarbeiter verstanden werden, sich veränderten Arbeitsaufgaben anzupassen. Dabei zielt die Entspezialisierung und Qualifizierung auf einen flexiblen Einsatz der Mitarbeiter (vgl.

A. 1989: 51); durch die NIFA-Erhebung konnte für das Jahr 1993 ein den Fertigungsinseln zugrunde liegender Anteil der Gruppenfertigung von durchschnittlich 18,5% ermittelt werden (vgl. 2). Bei 13,3% der Betriebe betrug dieser Anteil über 75% an allen Fertigungsorganisationsformen. 5,1% der Betriebe hatten ihre Fertigung zu 51-75%, 12,7% zu 26-50% und 21,6% zu 1-25% nach dem Prinzip der Gruppenfertigung organisiert. Von 52,6% der Betriebe wurde diese Fertigungsorganisationsform nicht genannt (n=l401).

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Gruppenorientierte Fertigungsstrukturen im Maschinenbau by Rainer G. Saurwein


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