Read e-book online Generikasubstitution und Arzneimittelwettbewerb: Eine PDF

By Markus Homann

ISBN-10: 3663080439

ISBN-13: 9783663080435

ISBN-10: 3824471434

ISBN-13: 9783824471430

Die Wettbewerbsituation auf dem Arzneimittelmarkt hat sich durch die Einführung von Nachahmermedikamenten, sogenannten Generika, erheblich verändert. Bislang verfügt die Gesundheitsökonomie allerdings nicht über empirisch gesicherte Erkenntnisse darüber, aus welchen Gründen Ärzte Generika verordnen und in welchen Fällen sie trotz eines deutlichen Preisunterschiedes den Originalpräparaten treu bleiben. Markus Homann untersucht mithilfe wissenschaftlich bisher nicht analysierter Datensätze, inwieweit Kosten- und Qualitätsunterschiede das Verordnungsverhalten von Ärzten beeinflussen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich Verordnungsgewohnheiten nicht durch die Befürchtung von Einbußen in der Therapiequalität beim Wechsel von unique- zu Nachahmerpräparaten erklären lassen. Gesundheitspolitische Eingriffe haben zwar die Verordnung von Generika gefördert, jedoch nicht zu einer verstärkten Ausnutzung von Preisunterschieden geführt.

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer ebook records mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Bedeutsam sind darüberhinaus die Informationen und Empfehlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen, die zwar informellen Charakter haben, die jedoch durchaus einen spürbaren Einfluß auf das Verordnungsverhalten der Ärzte haben können, wie sich etwa an der in Abb. 1 sichtbaren Reaktion der Ärzte auf das Arzneimittelbudget zeigte. Die seit längerer Zeit zu beobachtende Neigung zur Verschreibung von Generika dürfte zumindest teilweise auf entsprechende Empfehlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen zurückgehen 55 • Die Erwartung der Ärzte, solche Empfehlungen bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung entlastend verwenden zu können, mag dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

Vgl. Cutler (1994). Die Angaben beziehen sich nur auf Personen unter 65 Jahren, die nicht durch Medicaid versichert sind; Patienten in Langzeitinstitutionen sind ebenfalls ausgeschlossen. Begrenzung von Moral Hazard 29 Möglicherweise wäre die makroökonomische Wirkung einer Selbstbeteiligung also eher gering. Allerdings gilt das Argument der Ausgabenkonzentration nur mit Einschränkungen. Der Blick auf die Patienten mit beobachteten Ausgaben unterhalb der Beteiligungsobergrenze mag den Moral Hazard-Effekt unterschätzen: Es könnte zahlreiche Entscheidungen geben, die zu Ausgaben über der Obergrenze führen, die aber so nur getroffen werden, weil die Grenzkosten ohne Selbstbeteiligung Null sind.

Untersucht wird vielmehr in der Regel die Hypothese, diese Beeinflussung habe das Ziel, ein bestimmtes Einkommen oder eine bestimmte Kapazitätsauslastung zu sichern. Trifft diese Hypothese zu, werden bei größerer Anbieterdichte und demzufolge weniger Patienten pro Anbieter die erbrachten Leistungen pro Patient zumindest dann steigen, wenn die marginalen Einkünfte aus diesen Leistungen hinreichend groß sind. Ein positiver empirischer Zusammenhang zwischen Anbieterdichte und Leistungsmenge pro Patient wird zwar in allen Studien gefunden.

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Generikasubstitution und Arzneimittelwettbewerb: Eine empirische Untersuchung der Preis- und Verordnungsdeterminanten by Markus Homann


by Jeff
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